Vaterschaftstest

Der Vaterschaftstest, welcher richtig eigentlich „Abstammungsgutachten“ genannt wird und nur im Volksmund als Vaterschaftstest bezeichnet wird, ist ein Gutachten, mit welchem eine Verwandtschaft zwischen zwei Personen (oder mehr) erkannt werden soll – eben etwa wie die (tatsächliche) Vaterschaft zu einem Kind.

Seit den 90er Jahren wurde der Vaterschaftstest auch richtig populär, konnten durch neue Verfahren vor allem die Kosten gesenkt und so auch Privatanfragen bearbeitet werden. Der Begriff des Vaterschaftstest hat sich seit diesen Jahren auch in den Köpfen der Menschen eingebürgert, wohl vor allem deshalb, da meistens (vermeintliche) Väter diesen Test in Auftrag geben.

Denn oft genug wurden diesen – ob nun wissentlich oder unwissentlich – die bekannten Hörner aufgesetzt, um diese zu Alimenten zu bewegen oder salopp gesagt, Geld zu kassieren, obwohl gar keine Vaterschaft bestand.

Ebenso ist ein Vaterschaftstest ratsam, wenn eine Schwangerschaft besteht und es gleich mehrere Sexualpartner gab, so dass der wirkliche Vater nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann. Allerdings gab es selbst in jüngster Zeit Fälle, wo gleich beide Elternteile, also Vater und Mutter, nicht die leiblichen Eltern waren, weil Kinder im Krankenhaus vertauscht wurden sind.

Zudem muss auch nicht gleich eine DNA-Analyse als Vaterschaftstest genutzt werden. Vielmehr kann bereits die Blutgruppe (Vater, Mutter, Kind) Aufschluss über eine mögliche Elternschaft geben oder eben auch nicht. Tatsächlich wird die Blutgruppe des Kindes aus denen der Eltern bestimmt, was eine bestimmte Kombination ergeben muss. Ist die Kombination nicht kompatibel, kann man als Vater oder auch Mutter davon ausgehen, dass keine Verwandtschaft besteht. Wer dann ganz gewiss sein möchte, sollte in solch einem Fall nicht vor einem Vaterschaftstest zurückschrecken.

Speziell die heutige DNA-Analyse bei einem Vaterschaftstest kann zu fast 100 Prozent aussagen, ob eine Verwandtschaft besteht oder nicht. Der derzeit angewandte Vaterschaftstest, die sogenannte STR-Technik, was für „Short Tandem Repeat“ steht, kann zu 99,9 Prozent eine Vaterschaft (wie auch eine Mutterschaft) bestätigen oder aber auf der anderen Seiten zu 99,9 Prozent ausschließen.

Allerdings kann trotz eines negativen Vaterschaftstest doch eine Vaterschaft bestehen, kommt es mitunter in den getesteten Erbmerkmalen, welche man wiederum „Allele“ nennt, zwischen Vater und Kind oder Mutter und Kind ab und an zu (Gen)Mutationen. Um bei einem Vaterschaftstest wirklich sicher gehen zu können, sollten die Erbmerkmale aus mindesten drei verschiedenen Genorten entnommen werden, also dem (physikalischen) Ort, wo das Gen im Körper liegt.

Dieses Verfahren ist bei einem Vaterschaftstest sogar ein Muss, da eine nicht bestehende Vaterschaft ansonsten gar nicht anerkannt wird. Wer also vor Gericht streiten will, sollte darauf achten!

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